Hier kommt nun die Fortsetzung meiner Geschichte… verbunden mit der Frage: bin ich fotogen?

im ersten Beitrag habe ich ja erzählt, wie ich zur Fotografie kam und wie sich es bei mir entwickelt hat, dass ich nun Portraits fotografiere.

Ich habe mir auf die Fahnen geschrieben, dass ich die beste Seite von einem Menschen zeigen will. Was ist aber mit meiner besten Seite? Und überhaupt: bin ich fotogen?

Lange Zeit dachte ich, dass es nur bestimmten Menschen vorbehalten ist, gut vor der Kamera zu posieren. Das lag vielleicht daran, dass ich selbst immer unsicher war, wenn ich vor einer Kamera gestanden habe. Und ich hatte sehr lange Probleme, mich selbst auf Bildern zu sehen. Und dann gab es immer diese Wertungen, wenn Fotos angeschaut wurden: der oder die ist aber fotogen!

Auf jeden Fall ging es mir lange Zeit sehr schlecht, wenn ich Fotos von mir gesehen habe. Ich habe mich mit so einem dermaßen kritischen Blick angeschaut, dass ich danach richtig depressiv war. Dann habe ich wieder Fotos von anderen Personen gesehen und war manchmal richtig neidisch, wie gut sie auf Bildern aussahen.

Irgendwann habe ich realisiert, dass ich mich selbst mit komplett anderen Augen ansehe als ich die anderen ansehe. Wenn ich mich selbst angeschaut habe, hatte ich meine „Häßlich-Brille“ auf. Wenn ich die anderen angeschaut habe, hatte ich die „Hübsch-Brille“ auf.

Dann habe ich einen Versuch gemacht: ich habe die anderen mit der „Häßlich-Brille“ angeschaut. Tatsächlich, es hat funktioniert… die „Häßlich-Brille“ ist so dermaßen kritisch, dass die hübscheste Person häßlich gefunden wird. „Wenn es so klappt, dann muss es auch andersrum klappen“, dachte ich.

Tja, was soll ich sagen? Es hat geklappt. Als ich mich selbst mit der „Hübsch-Brille“ angeschaut habe, war ich viel weniger kritisch mir gegenüber. Ich fand mich eigentlich ganz gut…

Heute weiß ich: ein Foto ist eine Momentaufnahme. Manchmal gucke ich blöd auf Fotos Angespannte Gesichtszüge, strenger Blick. Mein Konzentrations-Blick. 🙂 Wenn ich zuhöre, dann schaue ich eben mal angestrengt. Das gehört zum Leben dazu.

Und dann gibt es Fotos von mir, wo ich entspannt schaue. Einfach, weil eine Umgebung geschaffen wurde, in der ich mich wohlfühle.

Jeder hat das Foto-Gen!

Mittlerweile glaube ich, dass jeder von uns dieses Foto-Gen hat. Es braucht nur etwas Zeit und Entspannung und ist nicht innerhalb einer Viertelstunde getan.

Ein gutes Portraitfoto unterstreicht die Persönlichkeit eines Menschen und hilft so, dem Menschen mehr Selbstvertrauen zu geben. Dieses Selbstvertrauen strahlt er auch auf dem Foto aus. Somit ist ein gutes Portraitfoto oder sind gute Businessfotos ein ausgezeichnetes Marketing-Tool für Unternehmer und Selbständige.

Für viele Menschen ist ein Fotoshooting ein „großes Ding“, was einen irre Aufwand mit sich bringt. Deshalb ist es mein Anliegen, da Druck rauszunehmen und einfach mit meinen Kunden eine Zeit zu haben, wo wir professionell arbeiten, und wo wir aber auch Spaß zusammen haben und wo man am Ende nicht total fertig ist, sondern sich einfach gut und ermutigt danach fühlt!

Das ist meine Story. Ich hoffe, sie hat Dich inspiriert!

Alles Liebe, Susanne mit ihrer neuen „Hübsch-Brille“ 🙂